

Konferenz "Afrika und Europa – Aufbruch zu einer neuen Partnerschaft"
30. November/01. Dezember 2007
Die grüne Fraktion hat den Lissabonner EU-Afrika-Gipfel am 8. und 9. Dezember 2007 zum Anlass genommen, eine EU-Afrikakonferenz auszurichten. Ziel war es, im Vorfeld gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, aus afrikanischen Institutionen und der EU die Beziehungen zwischen der EU und Afrika auf den Prüfstand zu stellen und über neue Perspektiven der europäisch-afrikanischen Zusammenarbeit zu diskutieren. Im Kern der zweitägigen Konferenz "Afrika und Europa – Aufbruch zu einer neuen Partnerschaft" standen die Themenkomplexe wirtschaftliche Zusammenarbeit, Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Umweltpolitik. Ute Koczy war Gastgeberin des Diskussionsforums III unter dem Titel Going green in Africa?. Mit den Gästen Prof. Dr. Peter Eigen von EITI, Nnimmo Bassey von der nigerianischen Umweltschutzorganisation Environmental Rights Action (ERA) und Munyaradzi Chenje, dem leitenden Beauftragten für Umweltfragen des United Nations Environment Programme (UNEP) diskutierte Ute Koczy über Strategien zum Schutz der Umwelt in Afrika. Dabei spielten besonders der so genannte Ressourcenfluch und die neuen Herausforderungen durch den Klimawandel eine Rolle.
Den Reader zur Konferenz können sie als pdf-Datei runterladen oder die Printversion auf unserer Fraktionshomepage bestellen.

(von links: Nnimmo Bassey, Peter Eigen, Ute Koczy, Frithjof Schmidt [Moderator])
Jahresversammlungen von IWF und Weltbank
Ende Oktober fand die "Herbsttagung" von Internationalem Währungsfonds und Weltbank in Washington statt. Ute Koczy war Mitglied der offiziellen Delegation von Mitgliedern des Deutschen Bundestags und des Bundesrats. Sie hatte dabei Gelegenheit, mit dem Weltbankpräsidenten Robert Zoellick und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul zu sprechen.

(von links: Leo Dautzenberg MdB, Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Weltbankpräsident Robert Zoellick, Ute Koczy MdB, Klaus-Peter Flosbach MdB)
- Frauen in Afghanistan zwischen Selbstbestimmung und Rückkehr der Taliban (8.10.2007)
Ute Koczy übernahm die Schirmherrschaft über einen Runden Tisch, bei dem Terre des Femmes und Medica Mondiale zusammen mit afghanischen Mitarbeiterinnen des Frauenbildungszentrums Shahrak (bei Herat) über die aktuelle Situation von Mädchen und Frauen in Afghanistan informierten.

(die Mitarbeiterinnen des Frauenbildungszentrums Shahrak bei Herat mit ihrer Dolmetscherin (in der Mitte))
- Bericht über die aktuelle Lage auf der Landesdelegiertenkonferenz in Bochum (17.06.2007)
Auf der Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grüne in Bochum berichtete Ute Koczy über ihre Reise nach Afghanistan und schlug weitere Schritte vor, die Deutschland und die internationale Gemeinschaft in diesem Land unternehmen soll. Danach einigten sich die Delegierten aus Nordrhein-Westfalen, einen Strategiewechsel für Afghanistan zu fordern: Operation Enduring Freedom beenden, einen politischen Stufenplan für den Wiederaufbau entwickeln und die zivile Krisenprävention stärken.

(Foto: Ute Koczy (MdB) am Rednerpult in Bochum)
- Reise zum Afghanistan Development Forum
Im April 2007 begleitete Ute Koczy die Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul zum Afghanistan Development Forum nach Kabul und in den Norden des Landes.

(Ute Koczy, MdB, mit afghanischen Frauen in Feyzabad, Afghanistan.)
Ute Koczy und ihr Team auf der Sonder-Bundes-Delegierten-Konferenz (BDK) zu Afghanistan in Göttingen

(von links: Stefan Engstfeld, Ute Koczy MdB, Petra Walter-Bußmann, Petra Arndt)
- Besuch von Delphine Djiraibé (Tschad) und Samuel Nguiffo (Kamerun)
Samuel Nguiffo ist Leiter des kamerunischen Center for Environment and Development in Yaoundé. Er engagiert sich mit seiner Nichtregierungsorganisation für die Indigenen im Regenwald Kameruns. Die Existenz der dort lebenden Pygmäen ist durch den Bau der Tschad-Kamerun-Pipeline und durch illegalen Holzeinschlag gefährdet. Schwerpunkte der Arbeit Samuel Nguiffos sind die Beratung und das Capacity-Building im Bereich Umweltrecht.
Die Menschenrechtlerin Delphine Djiraibé aus dem Tschad koordiniert den Appell für Frieden und Versöhnung. 2004 wurde sie für ihr Engagement mit dem Robert F. Kennedy-Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Sie kommt aus dem ölreichen Doba-Becken im Süden des Landes und hat sich seit Bekanntwerden der ersten Pläne zur Förderung des Öls dafür eingesetzt, dass sich nicht das Muster des "Erdölfluchs" wie zum Beispiel in Nigeria wiederholt. Kein einfaches Unterfangen in einem Land, das weder unabhängige Justiz noch Meinungsfreiheit kennt und in dem in langen Jahren des Bürgerkriegs Folter, Vergewaltigungen und außergerichtliche Tötungen an der Tagesordnung waren.

- Reise nach Tschad und Kamerun
Die 10-tägige Reise diente der Gewinnung von Informationen darüber, ob die Tschad-Kamerun-Pipeline tatsächlich der Bevölkerung der beiden Länder zu Gute kommt. Doch auch die Nutzung der sonstigen vorhandenen natürlichen Rohstoffe wurde thematisiert, so zum Beispiel bei einem Gespräch mit dem kamerunischen Forstminister Elvis Ngolle Ngolle.

(Ute Koczy im Gespräch mit der Presse nach dem Termin mit Forstminister Ngolle Ngolle in Yaoundé, Kamerun.)
Hier finden Sie den Reisebericht von Ute Koczy nach Tschad und Kamerun vom Januar 2007.
- Workshop "Weltmacht China - Widerspruch im Land der Mitte?"

(Ute Koczy, MdB, im Gespräch mit Christine Loh aus Hong Kong)
Auf dem grünen Zukunftskongress organisierte Ute Koczy einen Workshop zum Thema "Weltmacht China: Widerspruch im Land der Mitte?". Als Referentinnen nahmen Christine Loh und Li Lailai aus China teil. Christine Loh ist ehemalige Abgeordnete aus Hong Kong und Gründerin der Bürgerpartei von Hong Kong. Derzeit leitet sie den Think Tank "Civic Exchange", den sie im Jahr 2000 mitgründete. Li Lailai arbeitet am Fuping Institut für Umwelt und Entwicklung.
- Ute Koczy setzt sich für die Gründung der Europäischen Grünen Partei ein:

Anhörung zum Thema "Rohstoffökonomien - Auswirkungen auf Entwicklungsländer"
Auf Initiative von Ute Koczy fand am 20. September 2006 im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Anhörung zum Thema 'Rohstoffökonomien - Auswirkungen auf Entwicklungsländer' statt. Mehr dazu hier.

(Ute Koczy mit Patrick Alley, dem Mitgründer und Direktor der britischen Nichtregierungsorganisation Global Witness, der als Sachverständiger zur Anhörung geladen war.)
- Besuch von Tupinikim- und Guarani-Indianern aus Brasilien
Unterstützt von der Nichtregierungsorganisation urgewald besuchten zwei Tupinikim- und Guarani-Indianer Ute Koczy in Berlin. Die Tupinikim und Guarani leben im Südosten Brasiliens. Im Januar 2006 sind sie gewaltsam von ihrem Land vertrieben worden, als der brasilianische Zellstoffkonzern Aracruz die Zerstörung zwei ihrer Dörfer veranlasste. Die Vertreter der Indigenen wurden nach Deutschland eingeladen, um die deutsche Öffentlichkeit und Entscheidungsträger über ihre Situation zu informieren. Denn die Verknüpfungen nach Deutschland sind zahlreich: Papierfabriken in Deutschland beziehen Zellstoff von Aracruz, Privatbanken sind finanziell involviert und Deutschland stimmte einem Weltbank/IFC—Kredit an Aracruz zu.

(Häuptling Paulo Henrique Vicente de Olivira und Häuptling Werá Kwaraí trafen sich in Berlin mit Ute Koczy.)
- Gespräch zu den Auswirkungen des Bergbaus in Peru: "Bergwerk Peru: Der Reichtum geht, die Armut bleibt"
Peru gehört zu den sieben rohstoffreichsten Ländern der Welt. 30 Prozent der weltweiten Goldvorkommen und 16 Prozent der Silberreserven finden sich in peruanischem Boden. Bei Zink und Wismut belegt Peru den zweiten Platz bezüglich der Fördermengen, den fünften Platz bei Kupfer und Zinn. Der Bergbau boomt. Für einige ist Peru wieder einmal ein "El Dorado" – nicht jedoch für die Mehrzahl der Peruaner. Es ist ein Goldrausch und eine Jagd nach Rohmetallen ohne Rücksicht auf die Armen.

(Mons. Pedro Barreto, Erzbischof von Huancayo, Peru, und Eva Boyle, Geschäftsführerin der Organisation Diaconia, die sich für den friedlichen Konfliktausgleich in der Region Piura einsetzt, informierten über die Auswirkungen des Bergbaus in Peru.)