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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 22. April 2009

Magerer Beitrag Deutschlands zur weltweiten Gesundheitspolitik

Anlässlich der Vorstellung des Berichts "Gesundheit in der Krise" von Action for Global Health erklärt Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin:

Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre auf dem G8-Gipfel von Toyako gegebenen Versprechen zu erfüllen und die dort jährlich bis 2012 zugesagten 800 Millionen Euro auch tatsächlich aufzubringen. Sonst müssen wir die Millenniumsentwicklungsziele für Gesundheit schon heute für nicht erreichbar erklären.

Die weltweite Finanzkrise bedroht die Gesundheitssysteme in den Entwicklungsländern. Bisher wurden die auf den G8-Gipfeln 2007 und 2008 gemachten Versprechen zur Erhöhung der Mittel nicht umgesetzt, und auch Deutschland bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Bisher belaufen sich die Gesamtausgaben der Bundesregierung für Gesundheit in Entwicklungsländern lediglich auf 0,02 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Notwendig zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele für Gesundheit wären jedoch mindestens 0,1 Prozent.