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Zu den Beschlüssen der EU-Entwicklungsministerinnen und -minister in Brüssel erklärt Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin:
Der EU-Ministerrat hat auf ganzer Linie enttäuscht. Anstatt schnell, antizyklisch und unbürokratisch den Entwicklungsländern bei der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu helfen, gab es nur business as usual.
Weder wurde frisches Geld zur Verfügung gestellt, noch wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Lage der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen getroffen. Der Kommissionsvorschlag, sofort 500 Millionen Euro für die Stützung sozialer Sicherungssysteme für die am härtesten betroffenen Entwicklungsländer bereitzustellen, scheiterte und wurde auf den St. Nimmerleinstag geschoben.
Reine Solidaritätskundgebungen wie auf diesem Ministerrat helfen niemandem. Solidarität sieht anders aus.