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Weltaidstag

1. Dezember 2008

Besonders Entwicklungsländer sind betroffen

aidsschleife 149x240pxDas südliche Afrika ist besonders von der Seuche betroffen. Dort sind etwa 22 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Dort sterben auch die meisten Menschen an der Krankheit. HIV/Aids steht in starker Wechselwirkung mit sozialer und materieller Armut. Dazu zählt neben fehlenden finanziellen Ressourcen, mangelnden Bildungsmöglichkeiten und schlechter Infrastruktur auch das Fehlen elementarer Menschenrechte. Besonders die gesellschaftliche Unterdrückung von Frauen spielt häufig eine erhebliche Rolle bei der Ausbreitung von HIV/Aids.

Ein Grundproblem bei der Eindämmung von HIV/Aids in Entwicklungsländern und vor allem im südlichen Afrika ist ein grundlegendes Missverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung über die Ursachen, Infektionswege und die Behandlung von HIV/Aids. Dagegen hilft nur die Aufklärung im Besonderen und Zugang zu Bildung im Allgemeinen. Hier kann mit entsprechenden Methoden der Entwicklungszusammenarbeit viel erreicht werden. Die Bundesregierung sollte den Stellenwert von Bildung in ihrer Entwicklungszusammenarbeit erhöhen. Besonders der Bereich Grundbildung spielt in der deutschen EZ eine untergeordnete Rolle.

Bei der medizinischen Versorgung der von HIV/Aids betroffenen Menschen gibt es zwei große Hindernisse. Zum einen ist die medizinische Infrastruktur in vielen Entwicklungsländern sehr schlecht. Es fehlen Krankenstationen und Krankenhäuser. Und dort wo es Krankenhäuser gibt, fehlt oft das medizinische Fachpersonal. In Großbritannien zum Beispiel z.B. arbeiten mehr Krankenschwestern aus Malawi als in dem afrikanischen Land selbst. Hier gilt es die Ausgangsposition in den betroffenen Ländern zügig zu verbessern, um dem "brain drain" ins lukrative Ausland Einhalt zu gebieten.

 

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Zum anderen fehlen häufig für die Behandlung der Aids-Patienten die notwendigen antiretroviralen Medikamente. Es ist ein Skandal, dass immer noch Menschen in den Entwicklungsländern nicht angemessen mit antiretroviralen Medikamenten versorgt werden können, weil die Preise für die Pillen zu hoch sind. Die Patentschutzregeln für diese Medikamente müssen derart ausgestaltet werden, dass die Versorgung der Menschen in ärmeren Ländern nicht gefährdet ist oder von der Gnade einzelner Unternehmen abhängig ist. Die Preise müssen der realen Kaufkraft der Menschen angepasst sein, sonst gibt es keine umfassende Versorgung und der Kampf gegen Aids droht zu scheitern. Die internationale Gemeinschaft muss hier aktiv werden. Dieses Problem lässt sich nur in einer gemeinsamen Anstrengung lösen.

Zusätzliche Information

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