

Die Grüne Bundestagsfraktion hat auf meine Initiative hin in Zusammenarbeit mit unserer Bielefelder Kollegin Britta Haßelmann und Winfried Nachtwei (Sprecher für Sicherheits- und Abrüstungspolitik) auf ihrer Fraktionssitzung am 12. Mai 2009 einen Antrag zum geplanten Ausbau des Truppenübungsplatzes Senne verabschiedet. Wir werden den Antrag in den Deutschen Bundestag zur Beratung einbringen.
Der Fokus des Antrags liegt auf folgenden Punkten:
Die Grüne Bundestagsfraktion stellt in ihrem Antrag "Naturlandschaft Senne erhalten – Beteiligungsrechte beim Ausbau des Truppenübungsplatzes gewährleisten" klar, dass die geplanten Bauten (Kampfdörfer) in erheblicher Weise die einmalige Naturlandschaft der Senne gefährden, die durch das bisherige militärische Sperrgebiet erhalten werden konnte. Die Idee nach Abzug der Briten einen Nationalpark Senne-Eggegebirge zu begründen, würden einen deutlichen Rückschlag erleiden und müssten für Jahrzehnte auf Eis gelegt werden. Die Bevölkerung vor Ort muss sich anstatt dessen auf erhöhten Lärm und auf verschärfte Nutzungseinschränkungen einstellen.
Die schwer nachvollziehbare Feststellung des Bundesverteidigungsministeriums, bei den Ausbauplänen der vor allem außerhalb Europas eingesetzten britischen Streitkräfte handele es sich um Maßnahmen, die der unmittelbaren Landesverteidigung Deutschlands dienen, werden die Beteiligungsrechte der betroffenen Kreise und Kommunen eingeschränkt und ausgehebelt.
Ich werde wie angekündigt auf die anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag zugehen um herauszufinden, ob auf dieser Grundlage ein interfraktioneller Beschluss des Bundestages möglich ist.
Meine Position ist dabei klar: keine Kampfdörfer in der Senne.