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20. August 2009

UN-Stadt Bonn: Fair, international, nachhaltig?

internationale Stadt Bonn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(von links nach rechts): Harald Ganns, UN Informationsbüro, Bonn; Katja Dörner, Bundestagsdirektkandidatin Bonn und Mitglied im Landesvorstand Grüne NRW; Ute Koczy MdB; Peter Finger, Bonner Oberbürgermeisterkandidat; Gabriele Albert-Trappe, Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Bonn, Ausschuss für Internationale Beziehungen und lokale Agenda; Holger Braun, Mitverfasser der Perspektivstudie "Internationaler Standort Bonn"; Dr. agr. Thuweba Diwani, Studium und Doktorarbeit in Bonn und Kenia

Unter dem Titel "UN-Stadt Bonn: Fair, international, nachhaltig?" diskutierte am Mittwoch, den 19. August 2009 ein hochrangiges Podium die Fragestellung, wie gut die Stadt Bonn denn wirklich international aufgestellt ist. Im März 2005 wurde die Perspektivstudie "Internationaler Standort Bonn" vorgestellt. Es wurden Probleme aufgezeigt, Vergleichsstädte herangezogen und Handlungskonzepte und Maßnahmen daraus abgeleitet. Nun stehen viele Fragen im Raum: Wie stellt sich die Stadt heute dar? Wurden die Ideen von vor mehr als 4 Jahren umgesetzt oder gibt es Schwachstellen, denen wir nachspüren müssen? Welche Perspektiven hat die UN-Stadt Bonn? Sind die Weichen bei Bund, Land und in unserer Stadt richtig gestellt, um im internationalen Wettbewerb auf Augenhöhe mitspielen zu können? Die Zukunftsthemen Umwelt und Entwicklung, die die UN-Organisationen in Bonn repräsentieren: Inwieweit werden sie lokal umgesetzt und sind sie auch bei den BonnerInnen angekommen? Kann das Internationale Bonn bei den bestehenden Strukturen auch von unten wachsen? Muss die UN-Stadt Bonn, die sich neben Beethoven mit Internationalität als zweitem Schwerpunkt positioniert, nicht mutiger, klarer und konsequenter bei der Um-setzung des Agenda-Prozesses und der UN-Millenniumsziele in Erscheinung treten? Wie studiert es sich in Bonn als Studentin aus einem Entwicklungsland? Sind auch dabei alle Voraussetzungen für eine internationale Stadt erfüllt?

Das Fazit der gut besuchten Veranstaltung lautet:

  • zu zögerlich
  • zu wenig Lobbying
  • keine Kommunikation der Stärken einer internationalen Stadt Bonn nach außen

Für die Zukunft wurden viele Aufgaben an einen künftigen grünen Oberbürgermeister zusammengetragen: Die Potentiale müssen besser genutzt werden und die Internationalität der Stadt auch für die BürgerInnen erfahrbar gemacht werden. Einige Vorschläge für eine Verbesserung des internationalen Images der Stadt waren die Umsetzung eines faires Beschaffungswesens, ethisches Investment sowie eine bessere Einbeziehung der Universität. Und sich bloß nicht länger an Berlin abzuarbeiten, sondern zu zeigen, was man in Bonn hat und kann!

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