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Auf dem Podium (vlnr.) :Cajus Julius Caesar (CDU), Gudrun Kopp (FDP), Dirk Becker (SPD), Ute Koczy (Bündnis´90/ Die Grünen) und Manfred Lurz (Die Linke), Tim Belke (Moderation)
Das Marianne-Weber-Gymnasium hatte zur besten Schulzeit am Montagvormittag die Lemgoer DirektkandidatInnen zur Bundestagswahl eingeladen. Tim Belke, Jahrgangsstufe 13, moderierte das Podium vor über 500 Schülerinnen und Schülern.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise stand im Vordergrund. Ute Koczy konnte mit dem neuen Grünen Gesellschaftsvertrag als Angebot der Grünen als Weg aus der Krise punkten. Durch Investitionen in Bildung, Klima- und Umweltschutz und den sozialen Sektor soll es nachhaltiges Wachstum und 1 Mio. neue Arbeitsplätze geben. Die Nachfrage einer Schülerin zur Finanzierbarkeit der angekündigten 2,4 Mrd. Euro für zusätzliche Studienplätze beantwortete Ute Koczy mit dem Verweis auf das grüne Investitionsprogramm. Dieses ist mit 20 Mrd. pro Jahr, über 4 Jahre angesetzt und ist die konkrete grüne Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise.
Negativ fiel den SchülerInnen der Beitrag des Linken-Kandidaten Manfred Lurz auf, der keine eigenen Lösungsmöglichkeiten aufzeigte und stattdessen die anderen Parteien als Mitverursacher der Krise angriff.
Starke Kontoversen gab es um die Fragen der Risiken und Notwendigkeit der Atomkraft. Während Ute Koczy das klare Ziel der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Formen bis 2040 umsetzen will, hält die FDP-Kandidatin Gudrun Kopp weiterhin an der Kernenergie fest, während Cajus Caesar von der CDU diese als Brückentechnologie nicht abgeschafft wissen will.
Positiv: Zum Abschluss riefen alle KandidatInnen die Erstwähler auf, zur Wahl zu gehen und so rechtsextremen Parteien wie Pro NRW keine Chancen zu lassen.