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9. Februar 2010

Menschenhandel in OWL - Beratungsstelle Nadeschda bietet Unterstützung

Sie sind ausgelastet. Das Team der Beratungsstelle Nadeschda in Herford ist an seine Grenzen gekommen. Schließlich sind die Frauen in ganz OWL unterwegs, um in den zahlreichen Bordellen der Region oder nach Razzien Kontakt zu den Frauen zu bekommen, die in der Prostitution mit Problemen wie Ausbeutung und Krankheiten zu kämpfen haben. Dies berichtet Pfarrerin Birgit Reiche, Leiterin der Beratungsstelle, beim Besuch von Ute Koczy, der entwicklungspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen.  Frau Reiche vertritt die Evangelische Frauenhilfe, die als Trägerin von Nadeschda den Kampf gegen den Menschenhandel in OWL aufgenommen hat. Neben Zuschüssen des Landes NRW und einiger kommunaler Kreise finanziert sich Nadeschda noch aus Spenden und Kollekten. Die Bundesebene fehlt, da erst kürzlich ein Antrag beim Ministerium abgelehnt wurde. Dabei wachsen die Aufgaben. 

Die Aussichtslosigkeit in den Heimatländern vorwiegend Osteuropas, die lockenden Versprechungen von Schleppern und die Möglichkeit Geld zu verdienen machen die Migrantinnen zu Opfern, die auch noch unter Androhung von Gewalt leicht ausgebeutet werden können. Diese Frauen, aber auch Deutsche, die aus der Prostitution aussteigen wollen, brauchen Angebote und Unterstützung. Daher will Nadeschda ihre Beratung ausweiten – und braucht dafür Geld. Dieses Anliegen will Ute Koczy gerne weitertragen.

 

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