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Die geplanten radikalen Kürzungen bei der Photovoltaik standen am 26. April 2010 im Mittelpunkt des Besuchs der Firma Sunenergy (Minden). Fraktionsvize Bärbel Höhn ließ sich im Beisein der Minden-Lübbecker Landtagskandidatin Bettina Fuhg und Bundestagsabgeordneten Ute Koczy über die Auswirkungen der drastischen Absenkungen für den Mittelstand informieren.

von links: Siegfried Böhne (Geschäftsführer der Firma Sunenergy), Bettina Fuhg (Landtagskandidatin für Minden-Lübbecke II), Bärbel Höhn MdB, Ute Koczy MdB.
Siegfried Böhne beklagte die große Verunsicherung bei den heimischen Firmen. Die geplanten Kürzungen blockieren den Ausbau der Arbeitsplätze in der Solarbranche. Die Firma Sunenergy rechnet ab Juli 2010 mit einem Abfall der jetzt kräftig anziehenden Auftragslage. Ausbildungsplätze können nicht mehr eingerichtet werden. Bärbel Höhn, die aus der Anhörung des Umweltausschusses berichtet, hatte allerdings auch kritische Fragen an die Solarbranche im Gepäck.
Die Abgeordneten aus dem Bundestag kritisierten vor allem die weitere geplante Absenkung der Garantiepreise um 15 und zum Teil sogar auf 25 Prozent als strategischen Fehler. Dieser hat den gefährlichen Effekt, dass nur noch die chinesischen Hersteller von Photovoltaik-Zellen auf dem Markt eine Chance hätten, da die Chinesen im großen Stil Solarzellen produzieren, während Deutschland nur mit einem einzigen Hersteller aufwartet. Die deutschen Vertreiber könnten sich daher nur über die bessere Technik durchsetzen.
"Wir brauchen eine Technologiestrategie für die Erneuerbaren Energien. Leider ist davon bei der Bundesregierung nichts zu sehen ist. Daran ändern auch die zusätzlichen 100 Forschungsmillionen nichts, die die Bundesregierung jetzt vor der NRW-Wahl versprochen hat. Diesen stehen 12 Milliarden Euro Billigkredite gegenüber, die die chinesischen Regierungsbanken ihren Solarunternehmen zur Verfügung stellen", waren sich die Grünen zum Abschluss des Gespräches einig.