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Ein voller Bus fuhr aus Lippe zur Anti-AKW-Demo nach Ahaus in NRW. Aus Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen zugestiegen, waren wir fast die ersten, die auf dem noch leeren Platz vor dem Bahnhof eintrafen.
Dieser füllte sich bei sonnigem Wetter mehr und mehr. Dennoch: Lange Zeit war nicht klar, ob wir das 3000-Menschen-Ziel erreichen würden. Jubel, als dann klar wurde - Ja, wir sind über 5000. Nein, sogar 7000!!! Und später erfuhren wir zu unserer großen Freude, dass es auch gelungen war, die Menschenkette zu schließen. 120 000 Menschen für die Strecke von 127 km zwischen den Pannenreaktoren Brunsbüttel und Krümmel in Norddeutschland! Und weitere 10 000 Menschen umzingelten das AKW Biblis in Hessen. Das ist ein starkes Signal.

Nach Ahaus mitgebracht hatten die jungen Grünen aus Lemgo zwei selbstgemachte Transparente, die sich wohltuend abhoben von der Massenware Flaggen und Fahnen, die jetzt auf Demos auch schon normal sind. Ich hatte noch dabei, den ich dann auf dem Weg verteilte und wobei ich mit vielen ins Gespräch kam. Mit all unseren Protest-Utensilien ging es nach den ersten Reden auf die Wanderung zum Atommüll-Zwischenlager, quer durch die Stadt und dann über die Felder zu den großen Hallen des Zwischenlagers, vor dem sich zwei Wisente nicht mehr ganz so wohl fühlten. Das war aber auch ein Lärm und viel Pfeifen! Aber klar: schließlich ging es um Atomkraft und ihre scheußlichen Gefahren. So heiteres Wetter wir hatten, die Aussicht auf eine Verlängerung der Laufzeiten durch die schwarz-gelbe Bundesregierung lässt Finsteres erahnen.
Doch es gibt Alternativen. Die Hoffnung wächst, dass es gelingen kann, den Ausstieg aus dem Ausstieg zu verhindern.

