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Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit erklärt die grüne Bundestagsabgeordnete Ute Koczy:
"Immer noch werden viel zu viele Kleidungsstücke und Sportartikel von Kinderhänden genäht, darunter leider auch immer wieder Fußbälle und Trikots. Mit mehr als 50 Millionen Betroffenen ist laut Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Afrika besonders hart von Kinderarbeit betroffen.In diesen Tagen schaut nun die ganze Welt auf Afrika, wenn zur Fußballweltmeisterschaft wieder Fußbälle fliegen und Spieler ihre Trikots jubelnd ausziehen. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig bei den deutschen Konsumenten ein Bewusstsein für Kinderarbeit zu schaffen. Kinder sind häufig hilflos gegenüber Ausbeutung. Sie können sich nicht wehren und genießen nur selten gewerkschaftlichen Schutz.
Um Kinderarbeit zu vermeiden, ist es entscheidend, Regeln zu schaffen, um Unternehmen in die Pflicht zu nehmen. Internationale arbeitende Konzerne müssen entlang der gesamten Zuliefererkette dafür Sorge tragen, dass keine Kinder nähen, mit lebensbedrohenden Chemikalien arbeiten oder sich an großen Maschinen in Gefahr bringen. darüber hinaus sind die Konsumentinnen und Konsumenten in den westlichen Ländern in der Pflicht. Sie müssen beim Kauf darauf achten, dass die Produkte aus einwandfreier Produktion stammen. Deshalb setze ich mich aktiv für den Fairen Handel ein. Denn dieser garantiert bei der Herstellung ein Mindestmaß an sozialen und ökologischen Standards. Grade in Zeiten der WM gilt es Fair Play in allen Lebensbereichen zu verwirklichen."