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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 13. Juli 2010

Keine Gentechnik-Zulassung ohne unabhängige und freie Risikoforschung

Zur Abstimmung im EU-Agrarrat Ende Juni über die Zulassung sechs gentechnisch veränderter Maissorten erklärt die grüne Politikerin Ute Koczy:

"Das derzeitige EU-Gentechnik-Zulassungssystem ist intransparent und undemokratisch. Zudem ist es  nicht wissenschafts-, sondern wirtschaftsorientiert. Ich kritisiere diese Zulassung als Fehlentscheidung. Für mich hat Schutz von Mensch und Natur oberste Priorität. Fehlentwicklungen lassen sich im Nachhinein bei einmal freigesetzten Organismen nicht zurückholen. Deshalb ist es so wichtig, dass der Kreis Lippe gentechnikfrei bleibt.
Leider fließen bis heute Forschungsgelder in die Produktentwicklung statt in die Risikoforschung, es fehlen vor allem Langzeitstudien. Unabhängigen Forschern verweigern Patentinhaber wie der Gentech-Konzern Monsanto den freien Zugang zum Forschungsmaterial, selbst wenn die Produkte schon auf dem Markt sind.Ebenso wird das Vorsorgeprinzip vernachlässigt, wissenschaftliche Studien, die Risiken belegen, werden diffamiert. Schon lange wird Besserung gelobt und sogar vom EU-Umweltministerrat gefordert, nichts ist passiert. Im Gegenteil: Im Eilverfahren befördert die EU-Kommission Neuzulassungen für den Import von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln. Landwirtschaftsministerin Aigner sagt hierzu nur Ja und Amen."

 Annette Paschke-Lehmann unterstreicht für den Landesverband Lippe, dass die Zulassungsentscheidung als Grundlage für eine deutlich bessere Datenlage von den Antragsstellern dienen müsse. Unabhängige Forschungsprojekte sollten mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden. "Nur so kann auch für die Flächen im Kreis Lippe Transparenz über die von den Unternehmen gewonnenen Daten hergestellt werden. Das verschafft Forschern freien Zugang zum Forschungsmaterial "