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PRESSEMITTEILUNG


Datum: 16. August 2010

Die Katastrophe nach der Katastrophe verhindern

Zur Situation in Pakistan erklärt Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin:

Hilfe tut not. Die Menschen in Pakistan kämpfen angesichts der Wassermassen um das nackte Überleben. Sie brauchen dringend unsere Unterstützung. Schon jetzt sind über 20 Millionen Menschen betroffen und 1600 Tote zu beklagen. Mit jedem weiteren Tag drohen Cholera, Hunger und Plünderungen zu einer Katastrophe nach der Katastrophe zu werden. Aber auch die politische Auswirkung, dass sich die pakistanische Bevölkerung von der internationalen Gemeinschaft allein gelassen fühlen könnte, wiegt schwer. 

Wir unterstützen nachdrücklich die Aufforderung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, die dringend benötigte Soforthilfe von 460 Millionen Dollar umgehend zur Verfügung zu stellen. Die Zusage der Bundesregierung, die Hilfsmittel für Pakistan auf 15 Millionen Euro aufzustocken, ist zu begrüßen. Diese Mittel müssen umgehend fließen und weiter erhöht werden. Darüber hinaus braucht es eine gut koordinierte, internationale Planung und Strategie, wie den Menschen über die nächsten Tage, Wochen und Monate geholfen werden kann. Deutschland muss in der UN darauf drängen, dass zügig reagiert und gehandelt wird. Gerade weil Pakistan eines unser wichtigsten Partner in Südasien ist, müssen unsere Kontakte jetzt intensiv genutzt werden.