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Das britische Bergbauunternehmen Vedanta Resources hatte geplant, den Niyamgiri Berg im ostindischen Bundesstaat Orissa abzubauen, um Bauxit zu gewinnen. Bauxit ist der wichtigste Rohstoff für die Aluminiumproduktion. Der Niyamgiri-Berg ist ein Heiligtum der dort lebenden Dongria Kandh. Für den Bau einer Mine sollte außerdem Wald gerodet und die Indigenen vertrieben werden.
Das Ergebnis eines Berichts, welcher vom Umweltministerium zur Prüfung der Situation in Auftrag gegeben wurde, war eindeutig: Das Projekt verletzt Umweltstandards auf schwerwiegende Weise, missachtet die Rechte der UreinwohnerInnen und stellt eine Bedrohung für das Überleben des Stamms dar. Die bereits am Fuße des Berges gebaute Raffinerie sei darüber hinaus illegal. Für den Bau dieser Raffinerie wurde bereits die Umwelt dramatisch verschmutzt, sowie über hundert Familien vertrieben.
Aufgrund dieses Berichts entschied sich die indische Regierung dazu, den kontroversen Bauplan zu stoppen. Das ist ein Sieg für David gegen Goliath: Der Stamm der Dongria Kandh besteht aus 8.000 UreinwohnerInnen, von denen die meisten AnalphabetInnen sind. Doch sie haben es nach jahrelangen Kämpfen geschafft, sich gegen ein 8-Milliarden–Dollar-Unternehmen durchzusetzen.
Nach dieser Entscheidung hat der indische Premierminister einen neuen Ausschuss, den "Nationalrat für das Wohl der Stämme", eingerichtet. Dieser soll in Zukunft die indische Politik, welche die über 80 Millionen UreinwohnerInnen des Landes betrifft, überprüfen.