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25. November 2010

Niebel plant männlichen Wasserkopf

Zu den Planungen für den Vorstand der neu entstehenden Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) erklären Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin und Priska Hinz, Hauptberichterstatterin für den Etat des BMZ im Haushaltsausschuss:

Wir fordern eine Frauenquote von mindestens 40% in allen Führungsgremien der GIZ anzustreben. Eine Bestellung von sieben männlichen Geschäftsführern ist weder zeitgemäß, noch entspricht dies den Werten, die von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gegenüber unseren Partnern immer wieder eingefordert werden. So geht es nicht. Eine Verlängerung von Verträgen, die über die Altersgrenze hinausgehen ist nicht zielführend. Das BMZ muss Kriterien für die Auswahl von Vorständen der GIZ vorlegen und diese anhand einer öffentlichen Ausschreibung besetzen.

Angesichts des Einsparziels von bis zu 500 Stellen bei der neuen Organisationsform ist die Verbreiterung der "Spitze" auf sieben Geschäftsführer gegenüber den Beschäftigten und der Öffentlichkeit nicht zu begründen.

Die Fusion ist noch nicht in trockenen Tüchern. Die MitarbeiterInnen müssen mitgenommen werden. Auch deshalb braucht es einen neuen Geist und neue Anfänge. In der Phase der Überleitung in die neu entstehende GIZ braucht es vertrauensbildende Maßnahmen, in der vor allem die kleineren Partner ihre Qualitäten und Stärken einbringen und vertreten können. Dem Vorstand und vor allem dem Vorstandssprecher kommt dabei eine wesentliche und integrative Funktion zu.

 

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