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Für die Stationsgebühren der Bahnhöfe gilt ab 20011 die Region als Maßstab. Die Preise werden nicht mehr im NRW-Vergleich erhoben. Dazu erklärt die Lippische Bundestagsabgeordnete Ute Koczy:
"Für jeden Zug, der in Bad Salzuflen hält, kassiert jetzt die Bahn 3,47 Euro. In Paderborn wird's mit 8,25 Euro schon teurer. Die Spitze der Preissteigerung wird dann in Bielefeld oder Altenbeken (Altenbeken bisher 5,97€) mit 16,97 Euro erreicht - für einmal Einsteigen, Aussteigen, Weiterfahren. Damit verdient die Bahn-Tochter Station und Service AG durch die Stationsgebühren Hunderte Millionen, vor allem durch den Regionalverkehr. Investiert wird aber nicht in die Bahnhöfe. Hier fehlt eine Regelung, die der Bahn vorschreibt, die Stationsgebühren in die Bahnhofs-Sanierung zu investieren. Das ist ein klares Signal an die schwarz-gelbe Koalition – doch die hält sich auffällig zurück.
Ich fordere die Schwarz-Gelbe Koalition auf, dafür zu sorgen, dass die Stationsgebühren auch tatsächlich in die Bahnhöfe fließen müssen. Bis dahin wird weiter nach undurchsichtigen Faktoren viel Geld mit jedem Zug verdient, der in einem der Bahnhöfe, den `Visitenkarten` einer Stadt, hält."
Sigrid Beer MdL, Vorsitzende der Grünen in OWL unterstreicht: "Bahnhöfe, die von Fernzügen angesteuert werden - und sei es auch noch so selten- sind teuer ohne ein Mehr an Qualität. Das ist auch den Bahnhöfen in der Region anzusehen."
"Durch die neue Regelung werden die großen Stationen, etwa im Ruhrgebiet, nun geringer belastet, weil sich die Kosten dort auf mehr Züge verteilen als in unserem ländlichen Raum. Eine Preissteigerung von über 280% in Altenbeken ist nicht akzeptabel," ergänzt Helga Lange 2. Vorsitzende der Grünen in OWL.