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Wir trauen um Shabaz Bhatti. Sein Tod ist ein großer menschlicher Verlust und ein herber Rückschlag für Pakistan. Shabaz Bhatti war ein Anwalt für den Schutz religiöser Minderheiten. Besonders verdient hat er sich im Kampf gegen das pakistanische Blasphemiegesetz gemacht, nach dem schon der Verdacht auf Blasphemie ohne Prüfung zu Verfolgung und Enteignung führen kann. Shabaz Bhatti stand für ein tolerantes und weltoffenes Pakistan. Radikale Kräfte in Pakistan und der Region werden dieses Attentat als Sieg für ihre angestrebte Islamisierung werten.
In Pakistan führen radikale Kräfte einen Kulturkampf gegen Andersgläubige. Die Lücke, die Shabaz Bhatti hinterlässt, ist schwer zu füllen. Nun ist die pakistanische Führung gefordert den Fall konsequent aufzuklären und den Gewaltbereiten entgegenzutreten.
Auf einer Delegationsreise des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Oktober letzten Jahres konnten die Teilnehmerinnen und -teilnehmer Shabaz Bhatti persönlich kennenlernen. Das eindrucksvolle Gespräch mit dem Minister für religiöse Minderheiten bestärkte die Hoffnung für ein demokratisches Pakistan. Deutschland und die EU sollten ihre Unterstützung für Pakistan intensivieren, um die demokratischen Kräfte im Land zu stärken.