Ute Koczy MdB

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Medikamente und pharmazeutische Forschung

Von 1.393 Medikamenten, die von 1975 bis 1999 weltweit zugelassen wurden, waren beispielsweise nur 13 speziell für die Behandlung von tropischen Krankheiten entwickelt.

Den internationalen Pharmasektor kennzeichnet eine monopolistische Struktur: Er wird von wenigen multinationalen Unternehmen dominiert und durch einen starken Patentschutz gestützt. Das "Abkommen über handelsbezogene Aspekte geistigen Eigentums" (Trade-related Aspects of Intellectual Property Rights, TRIPS) das den Patentschutz international gewährleistet, ist Teil der GATT Verträge (s. fairer Welthandel) und muss beim Beitritt zur Welthandelsorganisation komplett übernommen werden. Ein Patent ist eine feine Sache für seinen Inhaber: Es garantiert ihm ein konkurrenzloses Vertriebsmonopol mit freier Preisbestimmung, das umso lukrativer ist, je länger der Patentschutz dauert. Außerdem kann der Inhaber selbst bestimmen, wo er sein Produkt anbietet. Die Konsequenz für die Länder des Südens sind hohe Preise für noch dazu schlecht auf ihre Situation angepasste Medikamente und hohe Hürden für den Aufbau einer eigenen Pharmaindustrie.

Um die betroffenen Länder in ihrem Kampf gegen Krankheit und Armut zu unterstützen, ist es notwendig den Bereich der Forschung und Entwicklung von Medikamenten wieder in den Bereich der öffentlichen Verantwortung zu übertragen. In diesem Zusammenhang wurde auf der Weltgesundheitsversammlung am 27.Mai 2006 ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht.

9. Februar 2007

Pressemitteilung: Innovationen bei der Entwicklung von Impfstoffen: Chance verpasst! (9.2.07)

Im Februar 2007 startete ein Pilotprojekt zur Entwicklung von Impfstoffen gegen Krankheiten, die jedes Jahr viele Millionen Opfer in Entwicklungsländern fordern. Die Bundesregierung unterstützt es nicht, und verpasst damit die erste große Chance, sich tatsächlich als "innovativ" zu beweisen.mehr

 

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