Ute Koczy MdB

Springe direkt zu: ContentbereichHauptnavigationSuche


Logo der BundestagsfraktionPanorama I

ServiceNavigation


Suche


Hauptnavigation


Sie sind hier:

 
  1. Startseite
  2. Meine Themen 
  3. Rohstoffe und Entwicklung 
  4.  Pressemitteilung

20. September 2006

Transparenz ist Schlüssel für gerechte Rohstoffpolitik

Anlässlich einer Anhörung im Bundestag zu 'Rohstoffökonomien und ihren Auswirkungen auf Entwicklungsländer' erklärt Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin:

Bieten Rohstoffe Entwicklungsländern eine echte Chance? Die Experten in der Anhörung haben unterstrichen, dass es einen 'Rohstofffluch' nicht gebe. Der Fluch sind nicht die Rohstoffe selbst, sondern die Art und Weise ihrer Nutzung. Die Erfahrung zeigt, dass die Eliten allzu oft der Versuchung erliegen, sich die Rohstoffeinnahmen in die eigenen Taschen zu stecken. Doch dies ist Diebstahl am eigenen Land und an der eigenen Bevölkerung. Leider bleibt solch Diebstahl bislang ungesühnt.

In Afrika tragen die USA und China gerade einen 'Kalten Krieg' um die Sicherung der Rohstoffvorkommen aus. Ohne internationale verbindliche Regeln zum Kauf von Rohstoffen und für die Verwendung der Erlöse werden die Profite aus dem Rohstoffreichtum Afrikas jedoch nur den korrupten Eliten und Warlords zu Gute kommen und weitere Konflikte schüren.

Der Anfang einer Lösung ist mehr Transparenz. Viele Länder in Afrika könnten allein aus ihren Rohstoffeinnahmen den Finanzierungsbedarf für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele decken. Doch ohne Transparenz der Einnahmen kann es keine Planung, keine Verwaltung der Mittel geben.

Mehr Verantwortung ist ebenfalls entscheidend für eine gerechte Verteilung. Alle Rohstoffeinnahmen landen irgendwann in Banken. Damit haben die Banken die Verantwortung darauf zu achten, dass das Geld, das sie verwalten, nicht aus der illegalen Ausbeutung von Rohstoffen stammt und der Finanzierung von Konflikten dient. Das internationale Bankmanagement braucht ethische Werte.

Zusätzliche Information