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Ohne eine nachhaltige, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung sind Wohlstand, Gesundheit und Mobilität undenkbar. Der Rückgang der Vorräte und der Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe sowie die steigende weltweite Nachfrage rücken die Frage der Versorgungssicherheit und des Zugangs zu Energie in den Mittelpunkt der internationalen Diskussion.
Mehrere parallele Entwicklungen erhöhen die Notwendigkeit für eine vertiefte internationale Kooperation:
Für das Überleben unseres Planeten wird entscheidend sein, wie ernsthaft wir Wege beschreiten, die zu einem Umdenken in der Ressourcennutzung führen, also hin zu einer wirklich nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Der Klimawandel hat enorme wirtschaftliche Schäden zur Folge, verhindert Entwicklung und verschärft das Armutsgefälle zwischen Arm und Reich. Kurz oder lang müssen wir "Weg vom Öl". Die beschränkten Ressourcen und die drohende Klimakatastrophe zwingen uns zu einem Umsteuern hin zu "sauberer Energie", und das heißt für uns: mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
Schon 2001 habe ich mich mit den Folgen des Baus einer Pipeline für schweres Rohöl in Ecuador beschäftigt. Anhand dieses Beispiels wird erkennbar, welche fatalen Folgen die Ölförderung für Natur und Mensch hat und warum wir die deutsche Mitverantwortung kritisieren, da die NRW-Bank WestLB AG hier eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung spielt.
Inzwischen konnte ich meine Erfahrungen auf die Länder Nigeria und Tschad sowie Kamerun ausweiten. Alle diese Beispiele haben eins gemeinsam: die normale Bevölkerung hat nichts davon, sondern oft auch noch den Schaden durch den schlampigen Umgang mit Öl- und Gasvorkommen. Soziale und ökologische Mindestregeln haben sehr unterschiedliche Verbindlichkeit und es gibt immer wieder Versuche, diese aufzuweichen.
Auch die Förderung von Gold und anderen Rohstoffen ist konfliktträchtig. Hier haben jüngst Projekte vor allem in Afrika gezeigt, wie rücksichtslos mit den Interessen der einheimischen Bevölkerung und der Natur umgegangen wird.