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Weit im Osten, vor der Insel Sachalin liegen immense Öl- und Gasvorkommen. Flüssiggas von jährlich fast 10 Millionen Tonnen wird dort vor der Küste Russlands vermutet. Hier ist inzwischen eines der weltweit größten privatwirtschaftlichen Öl- und Gasförderprojekte entstanden, das Projekt Sachalin II, das gleichzeitig auch eines der umweltzerstörendsten Projekte ist. Das Förderkonsortium um Shell beantragte 2006 eine zusätzliche Finanzierung bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung ("Osteuropabank").
Ich habe mich 2006 gegen eine Kreditvergabe der Osteuropabank an das Förderkonsortium eingesetzt. Eine Kreditvergabe bedeutete ein nachträgliches Gütesiegel für bereits geschehene unwiderrufliche Schäden an der fragilen Umwelt Sachalins. Unter anderem sind durch das Projekt auch die Nahrungsgründe der letzten 100 Westpazifischen Grauwale bedroht.