Wanderung zu den Hochlandrindern im Wald: Auftakt Naturerlebniswochen NRW an der Segelflugschule Oerlinghausen
Nachdem Ute Koczy den Lemgoer Wahlkampfstand aufgebaut hatte und einige Flyer verteilen konnte, ging es nach Oerlinghausen zu einem faszinierenden Projekt. Staatssekretär Udo Paschedag als weitgereister Gast aus Dortmund eröffnete an diesem schönen Samstag ein Programm von über 200 Veranstaltungen in NRW. Das Besondere in Lippe: Die WanderInnen besuchten schottische Hochlandrinder, die im Wald der Wistinghauser Senne grasen.
Ein unglaubliches Projekt: Jahrhundertelang hatten die Förster darum gekämpft, dass Wald und Weide getrennt sind. Und jetzt geht man in NRW einen anderen Weg. In der Wistinghauser Senne gibt es erstmals wieder Rinder im Wald. Dazu wurde der Wald eingezäunt, weidefertig und für die BesucherInnen erlebbar gemacht. Die 11 Rindviecher machen einfach nur Eindruck. Sanftmütig wie die schottischen Hochlandrinder nun mal sind, haben sie zwei Kälbchen in ihrer Mitte, die munter durch den Wald spazieren. Warum man das macht? Weil es die Arten zurück bringt. Schon jetzt lassen sich im aufgelockerten Wald Sperlingskauz und Heidelerche nachweisen. Und sie brüten in ca. 100 Meter Abstand. Das sei ziemlich einzigartig sagen die Experten. Der Dung der Rinder zieht z.B. 17 verschiedene Arten an Mistkäfern an, von denen 15 bedroht sind, ließ sich Ute Koczy informieren. Das bundesweit einzigartige Projekt macht neugierig. Dass es Diskussionen darüber gibt, dürfte unvermeidlich sein. Doch am Ende gibt es viel zu lernen - so machte die Wanderung sehr viel Freude.





