Für den Schutz von Yasuní: Chance für Gespräche nutzen

Laut Erklärung von Entwicklungsminister Niebel akzeptiert die ecuadorianische Regierung das Angebot der Bundesregierung, den Schutz des Yasuní-Nationalparks im Rahmen der deutsch-ecuadorianischen Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen. Dazu erklärt Ute Koczy, Sprecherin für Entwicklungspolitik:


Wir begrüßen ausdrücklich, dass endlich wieder Bewegung in die Verhandlungen über die deutsche Unterstützung für den Yasuní-Nationalpark kommt. Die Bundesregierung muss jetzt gemeinsam mit Ecuador sichtbare Pflöcke einschlagen. Die wegweisende Initiative Ecuadors, das Öl im Gebiet Yasuní-ITT (Ishpingo, Tambococha und Tiputini) nicht zu fördern, darf nicht scheitern. Klar ist: Um dieses einzigartige Gebiet zu erhalten, ist ein gemeinsames und partnerschaftliches Vorgehen nötig.


Wir fordern Minister Niebel auf, die Gespräche mit Ecuador umgehend wieder aufzunehmen und einen substanziellen Beitrag für den Schutz von Yasuní zu leisten. Die Konzepte dafür liegen auf dem Tisch. Sie reichen von Investitionen in erneuerbare Energien, über die Schaffung nachhaltiger Einnahmequellen für die Bevölkerung in der Amazonasregion, bis hin zu Biodiversitätsschutz und der satellitengestützten Überwachung der Wälder. Nur ein partnerschaftlicher Austausch, Offenheit und Gesprächsbereitschaft sind zielführend für den Schutz von Yasuní.